Wildbad Kreuth - 23. – 24. Juni 2006
ganz herzlich lade ich Sie zum 13. Jahreskongress der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie nach Wildbad Kreuth ein.
Der erste Schwerpunkt der Tagung am Freitag betrifft die Oberarmkopffraktur. Bei der frischen Verletzung wird der Stellenwert der neuen, winkelstabilen Platten abgegrenzt gegenüber minimal-invasiven Verfahren (K-Draht) bzw. dem Stellenwert der konservativen Therapie. Kritisch beleuchtet werden auch die Übergänge zwischen konservativer und rekonstruktiver Therapie. Herausgearbeitet werden sollen der Stellenwert der neuen Prothesendesigns bzw. der inversen Prothese. Diese Aspekte werden auch in einer Podiumsdiskussion aller Referenten zusammengefasst.
Als hochaktueller Sonderpunkt werden zwei kompetente Referenten den Stand der Forschung zu Muskelatrophie, fettiger Infiltration bzw. Muskelanpassung beleuchten. Eine differenzierte Darstellung der Möglichkeiten bzw. der Prognosen bei Frakturfolgen am Oberarmkopf schließt dieses Thema ab. Die Ellenbogenverletzungen beim Kind bieten in der täglichen Praxis neue Herausforderungen, so dass auch dies eine kleine Sondersitzung erfordert.
Neu für die DVSE ist ein Kurs, der insbesondere die jüngeren Mitarbeiter ansprechen soll. Behandelt wird von kompetenter Seite die Bildgebung am Schultergelenk, die Untersuchung des Ellenbogens bzw. die konservative Therapie der Schulter. Als akademischen Part haben wir zusätzlich eine E-Learning- Sektion eingerichtet, die von kompetenter Seite aus der Chirurgischen Klinik der LMU München besetzt ist und nach aktuellen pädagogischen Richtlinien ausgerichtet sein wird.
Am Samstag beleuchten wir die Themen rund um die Skapula. Zunächst Trauma und Instabilität mit Weichteil- und Knochenläsionen bis hin zur Einschätzung des aktuellen Prozedere bei primär traumatischer Schulterluxation, konservativ oder operativ.
Im zweiten Teil wird die Instabilität behandelt. Das schwierige Kapitel der Skapuladyskinesie wird durch die erfahrenen Experten aus England dargestellt. Operative Eingriffe zur Stabilisierung der Skapula bzw. die Besonderheiten der kapsulären Stabilisierung ergänzen diesen Abschnitt. Anschließend werden arthroskopische und offene Verfahren in ihrer Wertigkeit abgegrenzt, auch hinsichtlich ihrer Tauglichkeit als Revisionseingriff.
Die Belastungsfähigkeit nach Rekonstruktion oder Prothese ist zu Recht ein wichtiges Anliegen unserer Patienten. Wir wollen im Rahmen einer Podiumsdiskussion die bisher fehlende Übereinstimmung herausarbeiten.
Die Physiotherapie an der Schulter wird hinsichtlich der strukturellen Gestaltung und krankengymnastischer Techniken aus praktischer Sicht in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Physiotherapeuten dargestellt.
Es ist uns gelungen zu den oben genannten Themen nationale und internationale „Experten“ einzuladen. Zahlreiche und sehr spannende Beiträge aus Ihren Reihen, für die ich herzlich danke, ergänzen die Themen.
Der Tagungsort am südlichen Ende unserer Republik bietet zum einen Seminarcharakter und damit beste Voraussetzungen für intensive Diskussionen und einen regen, produktiven Gedankenaustausch.
Zum anderen soll Ihnen die historische und überaus reizvolle Umgebung im bayerischen Oberland durch ein Rahmenprogramm und einen abwechslungsreichen Gesellschaftsabend in bester Erinnerung bleiben.
Ich freue mich darauf, Sie im Namen der DVSE in Kreuth herzlich zu begrüßen
Prof. Dr. med. U.H. Brunner
Kongresspräsident